11. November 2009 - San Ramon, USA

Die EnOcean Alliance veröffentlicht die weltweit erste offene Spezifikation für Energy Harvesting-Funksensoren: „EnOcean Equipment Profiles“ (EEP) . Die von den Mitgliedern der EnOcean Alliance gemeinsam erarbeitete Spezifikation sichert die Interoperabilität zwischen den Produkten verschiedener Hersteller. Sie enthält aktuell rund 50 Geräteprofile für die Entwicklung verschiedener Lösungen für die Gebäudeautomation – wie zum Beispiel Schalter, Fernbedienungen, Sensoren, Kombisensoren und Daten aller Arten. Die Veröffentlichung der Spezifikation ist für die EnOcean Alliance der erste Schritt zum internationalen Standard. Das Dokument ist öffentlich und für jedermann zugänglich.

Herstellerunabhängige Kommunikation

Interoperabilität ist Voraussetzung dafür, dass die Geräte unterschiedlicher Hersteller in einem Gebäudeautomationssystem miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Dabei müssen klar definierte Regeln und Standards eingehalten werden. So müssen alle Komponenten dieselben Datenformate beziehungsweise Protokolle verwenden. Diese werden in den so genannten Profildefinitionen festgelegt. In einem System mit interoperablen Komponenten, die entsprechend der Profildefinitionen arbeiten, ist es möglich, einen Empfänger des Herstellers A mit einem Sensor des Herstellers B und einem funktionsgleichen Sensor des Hersteller C zu kombinieren. Auf diese Weise lassen sich herstellerunabhängig und gewerkeübergreifend intelligente Lösungen für energieeffiziente Gebäudeautomation realisieren.

Derzeit bieten die Mitglieder der EnOcean Alliance rund 350 unterschiedliche Geräte an, die auf der EnOcean-Technologie basieren. Alle diese Lösungen arbeiten bereits nach fest definierten Profilen und sind deshalb interoperabel.

Die erste offene Spezifikation für Energy Harvesting-Funksensoren

Die veröffentlichte Spezifikation enthält aktuell rund 50 Geräteprofile, die verschiedene Schaltfunktionen, Fernbedienungen, Sensoren sowie Kombisensoren beschreiben – unter anderem Sensoren für Temperatur, Helligkeit, Bewegung und Feuchtigkeit. Zusätzlich zu den Sensorprofilen wurden auch Profile für Aktoren definiert – wie etwa Schaltaktoren und Dimmer. Die Spezifikation wird demnächst durch weitere Profile ergänzt – beispielsweise durch Profile für SmartAck, Smart Grid oder Demand Response.

Die „EnOcean Equipment Profiles“ definieren die Funktionalität der EnOcean-basierten Geräte, unabhängig von seinem Hersteller. Um die Interoperabilität aller EnOcean-basierten Produkte sicher zu stellen, muss jeder Hersteller vor der Produkteinführung verbindlich erklären, dass seine Lösung die Spezifikation der EnOcean Alliance erfüllt. Das heißt, er muss nachweisen können, dass das Produkt mit einem oder mehreren der definierten Profile konform ist.

Mit dem neuen Dokument werden die „EnOcean Equipment Profiles“ erstmals in einer offiziellen Spezifikation zusammengefasst und veröffentlicht. Dadurch werden die Weichen für die weltweite Verbreitung der EnOcean-Technologie sowie die Entwicklung und Herstellung neuer Geräte gestellt. Für den Anwender bedeutet die Richtlinie, dass er bei einer wachsenden Anzahl von Produkten und Anbietern eine noch größere Auswahl und noch mehr Möglichkeiten hat.

Gemeinsam erarbeitete Spezifikation

Die Spezifikation wurde in der Technische Arbeitsgruppe (TWG) der EnOcean Allicance erarbeitet. Die Technische Arbeitsgruppe hat innerhalb der EnOcean Alliance die Aufgabe übernommen, die EnOcean-Technologie international zu standardisieren und die Interoperabilität verschiedener Geräte zu sichern.

„Die Veröffentlichung der ersten Spezifikation für EnOcean-Sensoren ist sehr wichtig für die EnOcean Alliance. Denn sie stellt sicher, dass die EnOcean-basierten Geräte verschiedener Hersteller weiterhin nahtlos zusammen arbeiten. Und sie ist der erste Schritt, der von der Alliance eingeleitet wurde, um auch formell als internationaler Standard anerkannt zu werden“, sagt Graham Martin, Chairman & CEO der EnOcean Alliance.

Über EnOcean Alliance

Weltweit führende Unternehmen aus der Gebäudebranche haben sich zur EnOcean Alliance zusammengeschlossen, um innovative Automatisierungslösungen für nachhaltige Gebäudeprojekte zu etablieren und so Gebäude energieeffizienter, flexibler und kostengünstiger zu machen. Die Kerntechnologie der Alliance ist die batterielose Funktechnik von EnOcean für flexibel positionierbare, wartungsfreie Sensorlösungen. Die EnOcean Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die EnOcean-Funktechnologie zu standardisieren, zu internationalisieren und die Interoperabilität der Produkte verschiedener OEM-Partner zu sichern. Derzeit gehören über 120 Unternehmen der EnOcean Alliance an. Der Hauptsitz der Non-Profit-Organisation befindet sich in San Ramon, Kalifornien.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.enocean-alliance.org

Pressekontakt

Slavica Simunovic (EnOcean Alliance)
+49.89.6734 689 653
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